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erzählung 6

titel: Mehmets Frühlingsferien     autor: Mehmet

 

Entscheidungen

Ihr wisst ja nun spätestens seit Maxens Vetter Mick das Prozedere erklärt hat, wie schwierig und langwierig der Prozess zum Entscheid, wer von uns die Mönschlis begleiten darf/muss, ist. Also muss ich das an dieser Stelle nicht mehr beschreiben. Es gibt aber jeweils noch eine andere Entscheidung zu treffen: welches Auto übernimmt den fast wichtigsten Teil, namens "Freude am Fahren"?

Soll es Barth sein - der kleine; Scooby – der echt charakteristische Subaru; Fofo – der bunte; John – der tiefe; Z – der Gokart; Scooby II – der elegante Erwachsene? Ihr könnt euch vorstellen, auch bei dieser Entscheidung sind viele verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Da ich euch nicht langweilen will, hier kurzum der Endentscheid: Diesmal soll es Barth sein!

 

 

Die geplante Route: Hergiswil - Kufstein - Altötting - Passau - Füssen - Hergiswil

 

 

Kufstein (über Arlbergpass, Kranebitten und Rattenberg)

 

 

Mein Lieblingsspiel kurz nach der Abfahrt: "Was haben wir vergessen einzupacken?". ms hat keine Eingebung und kk wird ziemlich schnell klar: Ihre Sonnenbrille ist Zuhause geblieben. Ungeschickt, da ich ja Sonnenschein bestellt habe, und typisch, denn irgendwas vergisst kk immer.

Nun denn, flott geht es in Richtung Liechtenstein. Pickerl-Kauf (das österreichische Klebebildchen fürs Auto) und Kaffeehalt in der Rheintal Raststätte; danach den Arlbergpass hoch

 

 

und wieder runter; weiter auf der langsamsten Autobahn der Welt:

 

 

Rattenberg! Endlich eine Pause. Dachte schon, wir kommen nie mehr an - auf dieser österreichischen Hochgeschwindigkeits-Strecke bin ich fast eingeschlafen! Da bauen die österreichischen Mönschlis Autobahnen, um dann eine Geschwindigkeitsbegrenzung einer Schneckenrennbahn zu setzen. Hmm. Für Affen unverständlich.

Rattenberg - angeblich die kleinste Stadt Österreichs: Ein schönes Städtchen im Tirol mit vielen Glasbetrieben. Wir machen kurz Halt, trinken einen Cappuccino und schauen uns die vielen Läden mit Glasschmuck an. Für mich ist das nichts - viele exklusive, teure Teile und noch mehr Ramsch, wohl eher aus China ... :-). Erinnert mich an die angeblichen Brienzer-Schnitzereien in den Souvenirläden in Brienz, die sich bei näherem Hinsehen als "Made in China" entpuppen. Tja, Affen lassen sich eben nicht übers Ohr hauen. kk, die Souvenirjägerin, ist natürlich voll drauf reingefallen: wir nennen seit dem Aufenthalt in Rattenberg zwei Cappuccino Gläser mit Rattenberg-Aufdruck unser Eigen. Smile.

 

Ein Katzensprung über die Hauptstrasse nach Kufstein. Nach einigen Einbahnstrassen und einer Baustelle haben wir das Hotel gefunden. Kufstein war dann doch schneller erkundet als gedacht,

 

 

                   

 

also ab in den Biergarten!

 

 

 

Altötting (über Priem am Chiemsee)

Über die Qualität des Frühstückskaffees, möchte ich an dieser Stelle nicht berichten.

Ihr wisst ja noch nicht, dass ich für die Routenwahl und die Navigation zuständig bin! Gurke, der Navigator, hat mich kurz eingearbeitet; er ist vor kurzem bei Chocobanana and friends eingezogen. Ok, das war nur ein Crash-Kurs, aber Übung macht doch den Meister. Deshalb habe ich die Strassenkarte studiert, um die Route zu definieren.

Über Land geht es dann durch verschlafene Dörfer nach Priem am Chiemsee.

 

 

Da gibt es sogar eine Dampfbahn!

 

 

 

Und hier ist der Chiemsee - leider entspricht das Wetter der vergessenen Sonnenbrille. Im Hintergrund die Herreninsel - zugegeben sehr unscharf - aber ich bin absolut gut getroffen :-).

 

 

Nach einem leckeren italienischen Kaffee, einer Überland- und einer Irrfahrt rund um Altötting haben wir die gesuchte Tiefgarage und den Münchner Hof gefunden - Google Maps sei Dank!

 

 

Altötting entpuppt sich als Wallfahrtsort. Das Zentrum, der Kapellplatz, ist umgeben von Barockgebäuden und unzähligen Läden mit Pilger-Zubehör. Ein paar Schritte neben diesem Kapellplatz steppt kein Bär mehr - und auch nur ein Affe. Pünktlich um sechs Uhr abends werden die Bürgersteige eingeklappt und das Licht gelöscht.

 

 

           

 

So bleibt uns nichts Anderes übrig als ins Bett zu gehen - natürlich erst nach einem leckeren Abendessen. Die typisch bayrische Tom Kha Gai Suppe hat mich tatsächlich ganz schön schläfrig gemacht ;-)

 

               

 

 

Passau (über Schärding)

Der Tag beginnt vielversprechend:

 

 

Ich mache mir ja immer ein Bisschen Sorgen, wenn unsere Reise uns durch Österreich führt, oder wenn wir mit sonst was Österreichischem konfrontiert werden. Insider wissen, dass kk da ein gebranntes Kind ist, und all ihre Erzählungen haben uns auch vorsichtig gemacht. Trotzdem habe ich mich entschieden, heute wieder einen Abstecher nach Österreich zu machen: Die Fahrt nach Passau führt uns über die Barockstadt Schärding am Inn.

 

       

 

 

In Schärding habe ich auch was über Narren gelernt und mich dann auch noch zum Narren gemacht :-).

 

 

Nach einer kurzen Fahrt nach Passau sind wir sehr, sehr durstig und hungrig:

 

       

 

Ja, war lecker! Übrigens: Biergarten aus Affen-Perspektive:

 

       

 

 

Passau

Für heute haben die Mönschlis eine Flussfahrt mit dem Swarovski-Kristallschiff geplant. Ein wahres bling-bling Schiff - kein Eintritt ohne Sonnenbrille - gut hat kk schon gestern eine Ersatz-Sonnenbrille gekauft! Glitzern wo man hinschaut (http://www.donauschiffahrt.de/kristallschiff/).

Ich war erst etwas beunruhigt, da Wasser nicht mein Element ist. Kann mich noch genau erinnern, als ein Kollege von mir nass wurde und tagelang im Bad zum Trocknen gelegen hat! Wage mir nicht vorzustellen, was wäre, wenn ich in den Fluss fallen würde ... . Als wir zum Abfahrtssteg kommen, stelle ich mit Wohlwollen fest, dass das Schiff anscheinend mit einem Schweizer Radarsystem ausgestattet ist. Immerhin - hilft aber wohl zugegeben nicht im Fall von ins Wasser fallen. Hmm.

 

 

Natürlich steige ich sofort rauf auf das Aussendeck. Voll Sonne, Wind (siehe meine Frisur) und Rundumsicht! Wir schippern also während knapp drei Stunden auf den drei Flüssen Inn, Donau und Ilz.

 

       

 

 

       

 

       

 

       

 

       

 

Wie ihr seht, übt sich kk mehr schlecht als recht mit der Handykamera. Es will sich keine Einstellung finden, wo ich und die Umgebung scharf dargestellt werden. Nach x Versuchen gebe ich auf und geselle mich lieber zum Kapitän ;-)

Frisch gestärkt (Kokos Eis) mache ich mich auf ans Dreiflüsseeck.

 

 

 

 

 

           

 

           

 

 

Der Uferweg ist schön und zum Glück gibt es auch eine Parkbank im Schatten.

Nach diesem heissen Sommertag drängt es mich wieder in den Biergarten :-). Auf dem Weg in den Biergarten läuft uns doch tatsächlich noch eine wohnsitzlose, handbemalte Badeente zu:

 

 

 

Bad Tölz (über Walchsee, Zahmer Kaiser, Tazelwurmstrasse und Sudelfeldpass)

Heute Morgen setzte ich mich erst mal ab in die Bäckerei gegenüber unserem Hotel. Da gibt es Frühstücksleckereien und mein lieblings Frühstücksgetränk Latte Macchiato. Ich studiere das Kartenmaterial. Heute will ich eine etwas schwierigere, spannende Route aussuchen, damit Mensch und Maschine gefordert werden, was mir dann auch gelingt.

Los geht's! Ah, noch nicht ganz. Erst ins Parkhaus, Barth auslösen. Hier ist er der Chef:

 

 

Fotos gibt es von dieser anspruchsvollen Route nicht viele, denn wir waren ja alle beschäftigt: ms mit Steuern, Barth mit Fahren, kk mit sich zwischen Dachgriff und Sitz festklemmen und ich mit Navigieren. Also wir hatten voll Spass. Vor allem die Tazelwurmstrasse hat es uns angetan. Die Tatzelwurmstrasse ist eine schmale und etwa 8 km lange Gebirgsstraße, die sich in den Bayerischen Voralpen im Landkreis Rosenheim im Südosten Bayerns befindet.

Auf dem Sudelfeldpass haben wir eine Pause eingelegt:

 

 

 

Dank meiner zielsicheren Navigation fahren wir am späten Nachmittag präzise in die Schützenstrasse von Bad Tölz ein. Wow - ein echt bayrisches Hotelzimmer:

 

 

           

 

           

 

 

Füssen (über Kochel am See, Schlosspark Linderhof, Ammersattel und Plansee)

Der Morgen beginnt wie immer mit Kartenlesen und Routenplanung und einem leider echt deutschen Kaffee. Und nein, hier gibt es keinen Bäcker mit Café in der Nachbarschaft. Habe am Vorabend eine entsprechende Recherche leider negativ abgeschlossen. Und @ GV: nein, es gibt hier auch keine Curry Wurst Bude.

Anmerkung der Redaktion: Garfield Vetter alias GV, wohnt in Olten und liebt Curry Wurst!

Erster Halt:

 

           

 

 

Zweiter Halt:

 

 

           

 

           

 

 

Dritter Halt - Plansee:

 

           

 

Füssen an: Hier ist ja Bahee schon mal gewesen und hat mir natürlich viele Tipps mitgegeben. Der Hausdrink im Stadt-Café passt. Eindeutig identisch - auch im Geschmack. Schlürf, lecker!

 

                       

 

Erster Rundgang durch Füssen (auf den Spuren von Bahee) und ein Hüngerchen macht sich breit. Ab in die Markthalle!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

           

 

 

           

 

 

Füssen

Ja, Bahee hat mir ja viel von Füssen erzählt. Auch das Allgäu-Wetter war Thema. Deshalb habe ich mich nach einem Blick in den Himmel (und aufs Handy) entschieden, die Schlösser und die Umgebung auf einer anderen Route zu erkunden - sieht es doch tatsächlich nach dem typischen Allgäu-Wetter aus (für Outsider: Bahees Allgäu Erfahrungen basieren auf ziemlich durchgängigem Regenwetter).

Mein Plan: Fahrt mit dem Bus nach Schwangau (Schloss Hohenschwangau), erklimmen des Schlossbergs (Schloss Neuschwanstein), hoch zur Marienbrücke (Pöllatschlucht) und auf der anderen Seite wieder runter zur Bushaltestelle. Und das alles natürlich bevor der Regen einsetzt.

Mein Plan war natürlich perfekt - ein richtiger Affen-Plan. Nur kk hatte einen etwas roten Kopf, als wir auf der Marienbrücke eintrafen. Wohlweislich habe ich nicht den direkten, steilen Weg gewählt. Grins. Zu kks Verteidigung ist zu sagen, dass sich die meisten Asiaten zur der Brücke hochkarren lassen und kk doch tapfer geschwitzt und durchgehalten hat.

 

 

 

 

 

 

Just zurück in Füssen hat das Allgäu-Wetter eingesetzt. So waren wir gezwungen, sofort in der Markthalle einzukehren ;-). Fast sofort - wir waren noch in einem Souvenir Shop:

 

 

 

Heimfahrt

Die Recherchen während des Frühstücks ergeben schnell, dass die eigentlich geplante Route über Lech wohl nicht in Frage kommt. Die musste damals schon Bahee infolge Schneefall fallen lassen. Also wähle ich die wetterunabhängige Route über Isny und Wangen im Allgäu und dann auf direktem Weg rein in die Sackgasse nach Hause.

 

 

 

29.05.2017, Mehmet