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erzählung 4

titel: Bahees Reise ins Allgäu     autor: Bahee

 

Die Competition

Es ist nach Mitternacht von Sonntag auf Montag. Unsere Menschen haben sich den Münsteraner Tatort angeschaut, schlafen jetzt aber tief und fest. Schliesslich muss ms morgen fit sein, für die Autofahrt.

Im Plüschizimmer ist aber ziemlich was los. Toto hantiert mit Klemmbrett und Bleistift und macht dabei ein angestrengtes Gesicht. Endlich legt er den Bleistift beiseite und sagt: „Die Resultate der Competition stehen nun fest.“ „Und? Wer hat denn nun die meisten Punkte und darf mit unseren Menschen mit in den Urlaub?“ fragt Papa Bär. „Da, schau selbst“ meint Toto und reicht Papa Bär das Klemmbrett. Papa Bär schaut sich die Notizen ziemlich lange an, streicht sich mit seiner Pfote nachdenklich über die helle Schnauze und gibt Toto dann das Klemmbrett zurück. „Alle dieselbe Punktzahl?“ fragt er ungläubig mit dem Kopf schüttelnd. „Ja“ sagt Toto und kratzt sich nachdenklich am Kopf. „Ich kann das auch kaum glauben. Hab’s aber zwei Mal nachgerechnet.“ „Und Du bist wirklich ganz sicher“ brummt Mama Bär und stemmt dabei die Arme in die Hüften. „Ja natürlich. Schliesslich bin ich als Food- and Beverage-Manager auch für die Honig-Rationen von euch Bären verantwortlich und dabei habe ich mich auch noch nie verrechnet, oder?“ „Stimmt“ gibt Mama Bär zu und fragt dann in die Runde: „Aber was machen wir denn jetzt? Wer fährt denn nun mit kk und ms in den Urlaub?“

„He! Was sitzt denn Bahee da schon mit Hut und Schuhen auf dem Sessel“ meldet sich Baby Bär. „Du hast Deinen Schlafplatz doch sonst ganz oben im Gestell. Willst Du so schlafen?“ Toto wendet sich dem besagten Sessel zu und ein Gedankenblitz durchzuckt ihn. Mit einem zufriedenen Lächeln nimmt er den Bleistift auf, schreibt ein „Zwischen-“ vor das „Resultat“ und addiert bei Bahee unter der Rubrik „Rechtzeitige Reisevorbereitungen“ einen weiteren Punkt. Papa Bär sieht sich das neue Endresultat an und meint: „Das nenne ich aber mal eine knappe Entscheidung. Bahee auf Rang eins, alle anderen punktgleich auf Rang zwei.“ Das Resultat wird nun noch eine Weile diskutiert. Aber alle sind der Meinung, dass ich (Bahee) verdient gewonnen habe. Letztendlich beendet dann Mama Bär die Diskussionen mit dem Hinweis, dass es nun auch für die Plüschis höchste Zeit ist um Schlafen zu gehen.

 

Der Aufbruch

Es ist kurz nach sechs Uhr, als kk schon durch die Wohnung tigert und einige Plüschis aufweckt. Auch ich werde durch das Rauschen des Wassers wach. Aber klar, kk hat ja schon gestern gesagt, dass sie sich vor der Abfahrt noch die Haare waschen will.

Kurz darauf steht auch ms im Badezimmer und macht sich bereit. Nachdem ms noch Zahnpasta und Zahnbürsten ins Necessaire gepackt und den Koffer bereitgestellt hat, nutze ich die Gelegenheit und setze mich schon mal auf den Koffer. Menschen vergessen ja oft was und ich will dafür sorgen, dass wenigstens ich nicht vergessen werde.

 

 

Wenig später ist der Koffer in Scooby verstaut, alle haben ihren Platz gefunden und die Reise geht los. Scooby ist übrigens das älteste Auto von ms. Ein Subaru Impreza WRX STI aus dem Jahr 2005. Ein cooles Teil sage ich euch!

 

Ein Passagier steigt zu

Auf der Autobahn von Luzern nach Zürich kommen wir an der Ausfahrt Buchrain vorbei. Dort in der Nähe arbeitet Padi. Das ist ein ehemaliger Arbeitskollege von kk, mit dem sie rege via Whatsapp kommuniziert. Padi hat auch ein paar Plüschis. Ausserdem wohnt noch GV bei Ihm. GV heisst mit vollem Namen „Garfield-Vetter“ und ist eine kleine Plastikfigur. Er steigt (natürlich nur virtuell) in voller Fahrt bei Buchrain zu.

 

 

In der Folge wird hier vielleicht noch von GVV zu lesen sein. Das hat auch einen Grund. Da GV ja virtuell zugestiegen ist und die Plastikfigur in ihrer physischen Form noch bei Padi auf dem Schreibtisch steht, wird diese zu GVV. Also mit vollem Namen Garfields-Vetters-Vetter. Das heisst nun, dass GV virtuell bei uns ist, und GVV physisch bei Padi auf dem Schreibtisch steht. Kann man verstehen, muss man aber nicht. Die Kommunikation von GV mit Padi läuft komplett über kk, ihr Handy und Whatsapp. Ich habe damit nichts zu tun und komme mit virtuellen Reisebegleitern gut zurecht. Die essen einem ja auch keinen Proviant weg, hi hi.

 

Frühstück im Kemptthal

Die Reise geht ruhig voran und ms pilotiert Scooby und uns zuverlässig durch den Verkehr. Ebenso zuverlässig kommen wir vor dem Gubristtunnel in den obligatorischen Stau. Meine Menschen lassen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen (brav so) und wir verlieren auch nur wenig Zeit. Aber Zeit können wir eigentlich keine verlieren. Wir haben ja Urlaub und da ist der Weg das Ziel.

Bei Kemptthal ist dann der Wunsch nach Kaffee gross und wir machen einen Frühstücks-Stopp an der Autobahn-Raststätte. Hier trinken kk und ms kleine Kaffees zum grossen Preis und essen dazu ein Gipfeli (ms) und ein Oliven-Mümpfli (kk). Ich schleiche mich aus dem Auto, trinke eine heisse Schokolade und esse ein Schoko-Croissant. Der Preis ist mir so ziemlich schnuppe, da ich als Plüsch-Affe ja nicht bezahlen muss. Ganz schön praktisch!

 

 

Nach einer knappen halben Stunde sitzen dann alle wieder in Scooby und es geht weiter nach Konstanz.

 

Shopping in Konstanz

Was Menschen so alles brauchen... Da kann man als Plüschi nur immer wieder staunen. Die beiden haben sogar eine Einkaufsliste erstellt! Nachdem wir im Lago einen coolen Parkplatz für Scooby gefunden haben, drehen wir eine erste Runde durch das Einkaufszentrum und die Konstanzer Innenstadt. Hier kauft kk dann im Drogeriemarkt günstig Blistex, Gesichtscreme und weitere Dinge. Derweil sucht ms in Schreibwarengeschäften nach Notizblöcken. Alles ist hier in Deutschland viel günstiger! Ich kann da nur noch staunen wie kk und ms gezielt die Geschäfte durchstreifen und viel Geld sparen. Nach einer Weile, kk tun schon etwas die Füsse weh, setzen wir uns in ein Strassencafé und geniessen erst mal einen Latte Macchiato. Wir gucken den Leuten zu wie sie mit vollen Taschen an uns vorbeihetzen und sind zufrieden mit unseren Einkäufen. Etwas später deponieren wir die Einkäufe in Scooby und machen uns auf die zweite Runde.

Im Karstadt findet ms Jeans, die auch kk gefallen und folglich den Weg in ms’ Schrank finden dürfen. Später, wieder im Lago, kauft sich ms dann auch noch ein Hemd, währendem kk zwei Latzhosen (Grösse S und M) für unsere Teddybären findet. Mir kauft wieder mal keiner was! Zum Glück bin ich bescheiden und zufrieden. Ausserdem spekuliere ich auf ein Souvenir aus dem Allgäu. Da wird sich sicher etwas finden und kk lässt sich von mir bekanntlich leicht um den Finger wickeln, hi hi.

 

Über das Schwäbische Meer

Nachdem meine Menschen fast die ganze Stadt Konstanz leergekauft haben, setzen wir uns wieder in Scooby und nehmen die nächste Etappe unter die Räder. Wir kurven quer durch Konstanz zum Fähranleger der Stadtwerke Konstanz. Für knapp 15 Euro werden Scooby, ich und meine Menschen nach Meersburg transportiert.

 

 

 

In Meersburg angekommen, haben wir auch schon das erste Etappenziel erreicht. Wir beziehen  unsere Unterkunft im Gasthof zum Bären, stellen Scooby in die Garage und während kk und ms sich frisch machen, studiere ich schon mal die Sehenswürdigkeiten.

 

 

Sightseeing in Meersburg

Es ist schön hier. Die Temperaturen sind genau richtig zum Flanieren. Sogar Palmen wachsen hier!

 

 

Wir gucken uns die magische Säule an und ms geniesst ein Eis vom Italiener.

 

 

Nachdem ich mit meinen Menschen das ganze Städtchen durchstreift habe, setzen wir uns erst mal in ein Restaurant. Zuerst gibt es Bier und Wein, danach ein feines Nachtessen.

 

 

So gestärkt bin ich fit für eine zweite Runde. Schliesslich wollen wir doch den Sonnenuntergang geniessen.

 

 

 

Coole Location! Da könnte man noch lange stehen bleiben und den Schiffen zugucken. Aber meine Menschen zieht es weiter. Sie haben ein kleines Lokal entdeckt und wollen sich noch ein Glas Wein schmecken lassen. Kann ich gut verstehen und mache natürlich mit!

 

 

 

 

 

Es dunkelt langsam ein und wir sind dann alle müde. Ich lege mich zufrieden ins Bett und bin wohl schnell eingeschlafen. Hier hat mich kk doch tatsächlich fotografiert, ohne dass ich das mitbekommen habe.

 

 

Über Isny durch das Allgäu nach Füssen

Ich und ms haben lange geschlafen. Währendem hat kk schon fleissig mit Padi und zwei Kolleginnen kommuniziert. Dieses Whatsapp lässt einem aber auch keine ruhige Minute, hi hi.

Mit Hunger und Appetit widmet sich ms dem Frühstück. Derweil planen kk und ich die nächste Etappe. Über all dem geht ganz vergessen, hier noch ein Bild zu machen. Das Frühstück hat ms aber gut geschmeckt! 

Durch viele 30er Zonen, die ms mit nicht sehr freundlichen Worten kommentiert, fahren wir nach Ravensburg. Ja genau, die Stadt der Puzzles und Spiele. Meine Menschen wollen aber keinen Zwischenhalt machen und so geht’s weiter nach Isny. Hier müssen wir dringend (ms) und sehr dringend (kk) einen Zwischenhalt machen.

Von einer netten Frau erhalten wir ein gebrauchtes aber noch mehr als anderthalb Stunden gültiges Parkticket. So machen wir uns auf, die Fussgängerzone von Isny zu entdecken. Im Spielwarengeschäft findet kk zwar keine Garfield-Figur (sie wollte den virtuellen Reisegenossen gerne durch eine echte Figur ersetzen), aber dafür ein hübsches Halstuch für sich. Das Wetter hat nämlich umgeschlagen und am Horizont zeigen sich dunkle Wolken. Es ist auch merklich kühler. Trotzdem setzen wir uns in ein Café und löschen unseren Durst.

 

 

Frisch gestärkt und noch vor Ablauf unserer Parkzeit geht’s dann weiter nach Füssen.

 

Unser Hotel, ein Donnerwetter und ein Hausdrink

Nach der Fahrt durch’s Allgäu wollen wir uns erst mal die Beine vertreten. Also suchen wir für Scooby einen guten Parkplatz und gehen erst mal zu Fuss zum Hotel. Empfangen tut uns da ein Schild mit dem Hinweis, dass heute Ruhetag sei. Die Wirtsleute haben uns aber nicht vergessen und mit Tesa einen Briefumschlag mit Instruktionen an die Eingangstür geklebt. Mit besagten Instruktionen finden wir dann auch den Zimmerschlüssel, der in der Zeitungs-Box für uns hinterlegt ist. Eine Zeitungsbox ist so was wie ein Briefkasten. Aber eben nur für Zeitungen. Typisch Menschen. Machen alles immer etwas komplizierter als nötig. Aber egal, muss jedenfalls ein friedlicher Ort sein, dieses Füssen. Wenn man sogar Zimmerschlüssel noch so deponieren darf!

Wir inspizieren kurz unser Zimmer und befinden das Hotel sofort für „sehr gut“. Dann spazieren wir zurück zum Parkplatz, holen Scooby ab, deponieren unser Gepäck und machen uns frisch. Ich bin wieder mal der erste und mache mich über die Örtlichkeiten schlau, während sich ms und kk noch im Bad aufhalten.

 

 

Wir sind ja sehr nah bei der österreichischen Grenze. Um ganz genau Bescheid zu wissen, studiere ich auch noch die Strassenkarte die kk mitgenommen hat.

 

 

Dann stellen wir Scooby wieder zurück auf den Parkplatz und erkunden erst mal das Städtchen Füssen. Wir brauchen noch mehr Informationen und so steuern wir das Tourismusbüro an. Während sich kk und ms die Prospekte und Fahrpläne ansehen, frische ich anhand der Unterlagen gleich mal meine Fremdsprachenkenntnisse auf.

 

 

 

 

 

Nachdem (zumindest mir) alles klar ist, machen wir uns auf die Suche nach einem Parkhaus in dem Scooby die nächsten Tage gut untergebracht ist. Noch während wir suchen, wird der Himmel immer dunkler und es fängt an zu tröpfeln. Meine Menschen lassen sich davon wieder mal nicht aus der Ruhe bringen. Dabei habe ich keine Regenkleider dabei und kk nur ihren kleinen Knirps.

Ein Knirps ist übrigens kein kleines Kind, sondern ein Dreikäsehoch von Schirm. Ein kleines Teil, dass gut in eine Tasche passt, nicht schwer ist und kaum Schutz vor Regen bietet. Ein Knirps eben. Wieder mal verstehe ich nicht, wie Menschen so was erfinden können. Erstaunlich in der Funktion, aber funktional dann doch wieder nur schwach genügend, hi hi.

Endlich ist das Parkhaus bestimmt und für gut befunden. Wir machen uns auf, Scooby zu holen und für die nächsten Tage zu parkieren. Auf dem Rückweg zum Auto tröpfelt es immer mehr und die Wolken werden immer dunkler. Ein richtiges Gewitter zieht auf. Und ausgerechnet beim Kassenautomat fängt es so richtig an zu schütten. Ein richtiges Donnerwetter zieht auf. Trotz allem Rennen wird ms ganz nass bis er bei Scooby ist. Er hat halt wieder mal ganz hinten parkiert. Das ist ok, denn dann ist die Gefahr weniger gross, dass sich jemand direkt daneben stellt und seine Türe an Scooby knallt. Dafür muss man dann im Regen auch furchtbar weit laufen bis man beim Auto steht. Die Worte die ms in diesem Moment von sich gibt, sind nicht gerade anständig. Ich und kk kriegen davon aber nichts mit. Sie wartet mit mir bei der Parkplatz-Ausfahrt und macht sich unter dem Knirps ganz klein und ich verstecke mich tief in ihrer roten Freitag-Tasche. Die ist aus einer Lastwagen-Blache gefertigt und wird auch mit Allgäuer Regen fertig. So bin ich am Schluss der einzige, der wirklich trocken aus der Sache rauskommt!

Dafür finden wir im Parkhaus dann einen wirklich coolen Parkplatz für Scooby. Wir stellen ihn schön zwischen zwei Säulen und sind sicher, dass er in seiner „Einzelbox“ die nächsten Tage gut aufgehoben ist.

Nass aber zufrieden gehen wir durch die Fussgängerzone und setzen uns erst mal in das Stadt-Café. Hier genehmigen wir uns den Hausdrink. Prosecco mit pürierten Erdbeeren.

 

 

Nach dem Hausdrink sind die Klamotten fast wieder trocken. Der Regen verzieht sich langsam und wir suchen uns ein gemütliches Restaurant. Schliesslich sind wir doch schon lange unterwegs und es meldet sich ein kleines Hungergefühl. Dieses wird mit Käsesuppe, Allgäuer-Salat, Rahm-Geschnetzeltem, Spätzle, Rinder-Roulade und Salzkartoffeln bekämpft.

 

 

Abendspaziergang zum Hotel

Trocken und Satt machen wir einen Verdauungsspaziergang. Eines der Rituale von kk und Padi ist das Fotografieren von Hydranten. Auch hier in Füssen steht ein cooles Exemplar und wird gleich festgehalten.

 

 

Dann geht es weiter, vorbei an der grossen Kirche und dem hohen Schloss.

Also mir gefällt es hier!

 

 

 

 

Durch den Schlosspark führt der Weg entlang des Lech zurück zu unserem Hotel. Bis jetzt konnte ich mir noch gar nicht die Speisekarte unseres Hotel-Restaurants anschauen. Das wird jetzt sofort nachgeholt!

 

 

Da sich nun eine schöne Abendstimmung ausbreitet, werden noch Fotos ab unserem Balkon gemacht. Schliesslich ist man ja nicht jeden Tag im Allgäu.

 

 

Wir geniessen den schönen Abend und ich lese noch ein wenig mit ms. Der hat ein super lustiges Buch mitgenommen.

Glücklich und zufrieden teste ich dann das Bett und mein Plüschi-Kissen, hi hi.

 

 

Auf Kluftingers Spuren

Ich und ms haben wieder lange geschlafen. Derweil hat kk schon wieder ausgiebig mit ihrem Handy hantiert und Padi auf den neuesten Stand gebracht. Nachdem ms sich geduscht und ich mein Fell gepflegt habe, machen wir uns über das feine Frühstück her. Hey! Hier gibt es sogar feinen Milchkaffee!

 

 

Heute wollen meine Menschen einen ausgedehnten Spaziergang machen. Also schon fast eine kleine Wanderung. Es soll zum Alatsee gehen. Der Alatsee ist Handlungsort des Kluftinger-Krimis „Seegrund“. Spannendes Buch, kann ich Euch nur empfehlen. Die beiden Autoren Klüpfel und Kobr sind übrigens Allgäuer. 

Wir werden heute also auf Kluftingers Spuren wandeln. Kluftinger ist der Kommissar in den vorhin erwähnten Krimis. Ich finde es spannend, mal eine echte Kriminalroman-Location zu besuchen und bin schon ganz gespannt. Damit wir ganz genau wissen welchen Wanderweg wir begehen müssen, fotografiert kk noch schnell den Ortsplan.

 

 

Wir gehen dann gemütlich los und geniessen das schöne Wetter. Ab und zu ziehen dickere Wolken vorbei, es bleibt aber trocken und zwischendurch scheint auch immer wieder die Sonne. Am Mittersee gibt es ein kleines Restaurant. Die „Waldwirtschaft am Mittersee“. Wir sind aber noch satt vom Frühstück und nach 10 min. Wandern auch noch nicht müde. Wir kommen dann ein anderes Mal hier vorbei.

Im Sommer kann man hier und am nächsten See, dem Obersee, prima baden. Da ich keine Badeente bin, interessiert mich das weniger. Ich beobachte dafür die echten Enten und lausche dem Singen der Amseln.

Am Obersee machen wir die nächsten Fotos. Dabei muss ich dauernd aus kks Freitag-Tasche klettern und mich nachher wieder reinsetzen. Das ist jedes Mal ein ganz schön anstrengendes Prozedere. Man will sich ja schliesslich nicht die Beine verdrehen und die Wattefüllung verstauchen.

 

 

Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir es geschafft und den Alatsee erreicht. Es sieht hier genauso aus, wie im Buch beschrieben. Ausserdem erkenne ich auch die Wiese am gegenüberliegenden Seeufer wieder. Der Film wurde also tatsächlich hier am Original-Schauplatz gedreht.

 

 

Das Wasser ist ganz klar und man kann sogar ein paar ziemlich grosse Forellen sehen.

Der Alatsee ist übrigens was ganz Besonderes. Er ist ziemlich tief (so ca. 40 m) und in der oberen Hälfte sehr klar und sauerstoffreich. Ab ca. 18 m Wassertiefe ändert sich das. Hier hat es keinen Sauerstoff mehr und viel Schwefel im Wasser. Der ist die Lebensgrundlage von sogenannten Purpurbakterien, die ab und zu das Wasser des Sees ganz rot färben. Spannende Sache! Wer will kann das googeln und z.B. bei Wikipedia alles ganz genau nachlesen. Habe ich auch gemacht. Bin ja sehr wissbegierig.

 

 

 

Nachdem wir noch eine Weile am Seeufer gesessen sind, fühlen wir langsam Durst aufkommen. Also setzen wir uns in den Biergarten des netten kleinen Restaurants. Auch von hier hat man eine tolle Aussicht über den See. Das Bier der Aktienbrauerei Kaufbeuren schmeckt ms sehr gut. Ob kk das auch von ihrem Tafelwasser behauptet, kann ich nicht sagen. Ich halte mich auch lieber ans Bier, hi hi.

Nach dieser ausgedehnten Rast geht es weiter zum Weissensee. Wir biegen dann aber kurz vorher ab und folgen dem Wanderweg zurück nach Füssen. Wir gehen nämlich lieber durch den Wald, als entlang der Hauptstrasse auf dem Trottoir.

Bei unserer Wanderung überqueren wir dann noch die Autobahn. Mann, was habe ich einen Schreck gekriegt, als ich das Schild sah. Ich dachte doch glatt, wir wären schon in Österreich. kk und ms haben mich dann beruhigt und mir erklärt, dass Österreich auf der anderen Seite des Tunnels sei, auf dessen Portal wir hier grad stehen. Puh! Noch mal Glück gehabt!

 

 

Ein ruhiger Abend

Nach unserem ausgedehnten Spaziergang machen wir wieder mal das Städtchen unsicher. Wir gucken in die Schaufenster, ms sieht sich in den Sportgeschäften nach einer Softshell-Jacke um und ich halte Ausschau nach Souvenirs. Zum Apéro gibt es heute mal nur Kaffee. Dafür gönnen wir uns im Hotel zum Hechten wiederum ein feines Abendessen. Schliesslich sind wir heute schon fast 22'000 Schritte gewandert, hi hi.

Das Menu besteht heute aus Allgäuer Käsesuppe (kk konnte nicht widerstehen die nochmals zu bestellen), Maultaschen-Suppe, Kalbsschnitzel mit Rosmarinkartoffeln und Nudeln mit pikantem Pesto.

 

 

Wir spazieren dann wieder dem Lech entlang zu unserem Hotel. ms schaut sich noch irgendwas im Fernsehen an. Ich lege mich schlafen. War ein anstrengender Tag für einen kleinen Affen.

 

 

Noch eine Wanderung, die Königsschlösser und viele Touristen

kk und ich sind schon ganz früh wach. Ich, weil ich ausgeschlafen bin, sie, weil ihr die Matratze nicht so recht passt. So oder so, ms schläft wieder mal am längsten und es liegt an mir, ihn an das Frühstück zu erinnern.

 

 

Eigentlich sollte es gemäss Wetterbericht schon regnen. Zum Glück ist der Himmel aber noch nicht so stark bewölkt und von Regen noch nichts zu sehen. Also beschliessen wir, zu den Königsschlössern zu Wandern. Wobei man bei der vor uns liegenden Distanz ja nicht von einer Wanderung sprechen kann. Eher von einem schönen Spaziergang. Aber „Wandern“ tönt halt besser. Menschen, wieder mal!

Wir gehen dem Lech entlang flussaufwärts. Hier treffen wir auf eine Informationstafel. Darauf steht, dass wir uns auf einem Teil einer alten Römerstrasse befinden. Ich finde das natürlich mal wieder super-spannend. Sieht man ja auch nicht alle Tage.

 

 

Danach geht’s zum Lechfall. Der ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern wurde im 18. Jahrhundert von Menschen gebaut. Die wollten damit Hochwasserschutz und Energiegewinnung (für Wasserräder) vereinigen. Ist ihnen wohl gut gelungen. Schliesslich steht das Teil ja immer noch. Sind also doch nicht alle Menschen so dumm!

 

 

Über den Lech führt hier eine kleine Brücke. Die gibt es schon sehr lange. Sie wurde aber vor kurzer Zeit erneuert. Jetzt ist sie stabil und sicher, aber auch nicht mehr besonders schön. Deshalb kein Foto!

Dafür wieder ein paar Informationen. Bin ja, wie gesagt, ein wissbegieriger Affe!

 

 

Nun aber los! Wir machen uns auf durch den Wald. Über Wanderwege und Forststrassen geht es zum Schwansee. Hier sieht man zum ersten Mal die beiden berühmten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

 

 

Die Schwansee-Runde haben wir dann auch gemacht. Aber nur die halbe. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich der Fischersteig. Und über den Fischersteig erreicht man den Alpsee. Das ist eines unserer heutigen Ettappenziele. Es gibt da einen berühmten Aussichtspunkt. Von dort aus kann man das Schloss Neuschwanstein und die anderen schönen Gebäude betrachten. Hab ich doch gleich mal gemacht. Geht übrigens ganz schön weit runter da! Zum Glück sind wir Affen schwindelfrei, hi hi.

 

 

Der Alpsee ist übrigens auch was Besonderes. Hier lest selbst:

 

 

Uns zieht es weiter zum Schloss Hohenschwangau. Mittlerweile regnet es. Wir diskutieren nun, ob das jetzt leichter oder mässiger Regen ist. kks Wetter-App meint dazu: Leichter Regen. Wir meinen: Mistwetter. Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, beim Schloss ein Erinnerungsfoto zu machen.

 

 

Der Regen wird immer heftiger und wir verziehen uns in die Souvenir-Shops. Ich bekomme nun endlich mein Allgäu-Souvenir! Danach müssen wir uns erst mal aufwärmen. Im Allgäu-Stüberl gibt es Tee mit Rum und Kaffee. Und kk muss gleich mein Souvenir an meinem Hut befestigen. Sieht doch cool aus, oder?

 

 

Im Allgäu-Stüberl trafen wir mehrheitlich asiatische Touristen an. Eigentlich sind wir fast den ganzen Tag über nur asiatischen Touristen begegnet. Am meisten beeindruckt hat mich dabei der Mut, mit welchem sich diese Leute die Speisekarte rauf und runter essen. Zwei zierliche Asiatinnen haben sich ein riesiges Schnitzel und eine Schweinshaxe mit drei Kartoffelknödeln reingezogen! Ich weiss nicht, ob ich in Seoul auch so mutig wäre und einfach mal das Tagesgericht bestellen würde! 

Mittlerweile wieder etwas trocken geworden, beschliessen wir mit dem Bus zurück nach Füssen zu fahren. Das Schloss Neuschwanstein besuchen wir dann ein anderes Mal. Von der Bushaltestelle aus, macht kk dann aber noch ein cooles Bild.

 

 

Eine kulinarische Offenbarung

Ihr habt ja sicher schon bemerkt, dass ich und meine Menschen gerne essen und trinken. Es verwundert also nicht, dass wir auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Hotel essbare Souvenirs eingekauft haben. Zuerst haben wir uns in der Metzgerei mit Allgäuer Landjägern und Kaminwurzen eingedeckt und danach haben wir noch Rothenburger Schneeballen in sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen gekauft. Ich bin schon gespannt, wie die dann schmecken. kk und ms haben mir aber zu verstehen gegeben, dass wir diese feinen Sachen erst zu Hause essen werden.

Da ich mich nicht nochmals durch den Regen ins Städtchen aufmachen will, empfehle ich meinen Menschen die Speisekarte unseres Hotels. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen und so machen wir uns auf, über die beiden Treppen hinunter in die Gaststube. Was wir hier vorgesetzt bekommen ist wirklich super!

Eine andere Variation der Allgäuer Käsesuppe, gebratener Schafskäse mit Knoblauch und Chilli, sowie ein Gourmet-Salat mit Filetspitzen vom Rind und Schwein.

 

 

 

 

 

Nach dem Nachtessen recherchiere ich noch ein paar Sachen für den morgigen Tag. Dabei bin ich dann wohl eingeschlafen.

 

 

Ein Baumwipfelpfad, noch mehr Sightseeing und noch mehr Souvenirs

Das übliche Bild. Ich und kk schon früh fit und munter, ms schläft sich aus. Heute ist das aber mal ganz egal. Es regnet (leicht, mässig, stark) die ganze Zeit. Also geniessen wir unser Frühstück bis uns die freundliche Bedienung dann doch die Teller abräumt, hi hi.

 

 

Nach dem Frühstück packen wir die Schirme und machen uns auf zum Walderlebniszentrum. Dafür gehen wir wieder den Lech entlang und über den Lechsteig bis zur österreichischen Grenze. Das Walderlebniszentrum bietet einen Baumwipfelpfad, einen Auwaldpfad (den wir aufgrund des vielen Wassers nicht begehen können), sowie eine Ausstellung über Bienen und den Schutzwald. Der Baumwipfelpfad führt auf 17 bis 26 m Höhe von Bayern nach Tirol. Mitten auf dem Pfad befindet sich die Staatsgrenze. Ich passe auf, dass ich auf der deutschen Seite bleibe, hi hi.

 

 

 

Natürlich schauen wir uns auch die Ausstellung an. Cool, die haben sogar an verspielte Affen gedacht. Eine Murmelbahn zum selber bauen!

 

 

Es regnet immer noch (wieder mal mässig) und wir machen uns auf, zurück nach Füssen.

Hier klappern wir nun wieder die Geschäfte ab und kaufen uns noch mehr Souvenirs. Dieses Mal aber nicht zum Essen, sondern tatsächlich was Handfestes. kk entscheidet sich für eine Bayrische Badeente. Die hält eine Weisswurst und ein Bier in ihren Flügeln. Sie heisst übrigens Waldi Weisswurst, hi hi.

ms hingegen kauft sich ein Taschenmesser. Nein, nicht eines von Victorinox. Das wäre dann doch zu peinlich. Die kauft er immer direkt im Fabrikladen in Ibach. Vielmehr kauft er sich so ein französisches Teil. Die Dinger heissen Laguiole. Sieht ganz cool aus und hat sogar noch einen Korkenzieher darauf. Mit diesen beiden Souvenirs aus China und Frankreich werden sich kk und ms sicher noch lange an die Reise ins bayrische Füssen erinnern, hi hi.

Zufrieden mit den Einkäufen machen wir uns auf in unser Lieblings-Café, das Stadt-Café und lassen uns ein Wasser, eine Apfelschorle und danach den Hausdrink schmecken.

Nachdem der Regen dann tatsächlich von „leicht“ zu „nicht mehr“ gewechselt hat, beschliessen wir das hohe Schloss zu besichtigen.

 

 

 

 

 

 Ein echter Geheimtipp und ein Captains-Dinner

Nach so viel Kultur braucht auch der stärkste Affe eine Erfrischung. Wir gehen also zurück ins Städtchen und ich lenke meine Menschen zur Metzgerei. Dort gönnen wir uns ein Brötchen mit Bärlauch-Leberkäse. Durstig geworden schlage ich einen Abstecher in die Markthalle vor. Die ist ein echter Geheimtipp und ganz schön cool. Man kann dort Spezialitäten einkaufen und (wenn man will) auch gleich dort essen. Überall ist Selbstbedienung und man kann die Getränke und Speisen an der Theke und ein paar Tischen geniessen. ms kauft für sich und kk ein Glas Spätburgunder der im Barrique ausgebaut wurde. Ich muss zugeben, schmeckt echt fein. Dafür lasse ich auch eine Banane sausen.

Hier in der Markthalle sind wir übrigens fast die einzigen Touristen. Die meisten Leute sind einheimische, die sich lautstark begrüssen, eifrig diskutieren und dazu ein Feierabendbier zischen. Also mir gefällt’s hier!

 

 

Nach der ganzen Sauf.. äh, Lauferei bin ich hungrig und schlage meinen Menschen vor, in unserem Hotel zu essen. Dann kann ich nämlich nach dem Essen gleich ins Bett, hi hi.

Wir gehen also gemütlich zurück und weil es unser letzter Abend hier im Hotel und ms ja der Kapitän von Scooby ist, geniessen wir jetzt unser Captains-Dinner. Es besteht aus Spargel-Couscous-Salat mit Poulet-Spiesschen, einer Zitronengras-Suppe mit Poulet-Satay-Spiess, einer Schüssel voll Spätzle und Schnitzel mit Rahm- bzw. Wilderer-Sauce.

 

 

 

Währendem ms noch einen Verdauungsspaziergang macht, pflegt kk ihre Blasen und ich lege mich schon mal Schlafen. Schliesslich muss ich morgen fit sein für die Heimreise.

 

 

Noch mehr Regen, eine alternative Route und ein Wiedersehen mit einem alten Freund

Die ganze Nacht über hat man den Regen auf unser Dachfenster tropfen hören. Auch beim Frühstück regnet es (gerade wieder mal mässig) einfach weiter. Wir lassen uns das Frühstück trotzdem schmecken.

 

 

Eigentlich wollen wir über Österreich nach Hause fahren. Zuerst nach Reute, dann über Lech und den Arlbergpass nach Feldkirch. Vorsichtig wie kk ist, zieht sie ihre Wetter-App zu rate und wir stellen fest, dass es sowohl am Arlbergpass als auch in Lech mässig schneit!

Also stellt kk rasch eine alternative Route zusammen. Wir werden über die Autobahn nach Memmingen und von dort Richtung Lindau fahren. Dann geht’s durch den Pfändertunnel kurz nach Österreich und bei Lustenau in die Schweiz. Von dort über die Rheintal-Autobahn über Sargans, Glarnerland, Hirzel, Zug, Luzern, nach Hause.

Also, fertig essen, Koffer packen und Scooby abholen.

Es regnet immer noch ziemlich stark als wir uns zu Fuss aufmachen um Scooby im Parkhaus abzuholen. Ich bin stolz und froh, meinen alten Freund wohlbehalten wiederzusehen. Alles Tip Toto kann ich da nur sagen!

 

 

Mit Scooby geht’s nochmals zurück zum Hotel. Wir müssen ja noch den Koffer und die Souvenirs abholen, die wir dort an der Rezeption zwischengelagert haben. Nachdem uns der Wirt freundlich verabschiedet hat, fahren wir mit Scooby zur Tränke (er will nur Super-Plus) und spendieren ihm noch ein Österreichisches Autobahn-Pickerl.

Dann nehmen wir die Heimreise unter Scoobys Räder.

Trübes Wetter in Trübbach, hi hi.

 

 

 

Dank kks schneller Reaktion, wir wollten eigentlich noch einen Abstecher ins „Heidiland“ machen, konnten wir gerade noch einen Aufenthalt im Stau vermeiden.

 

 

Feine Sachen gibt es auch in der Raststätte „Glarnerland“ zu kaufen. Nach Pause, kalten Getränken und Wochenend-Einkauf (Zopf, Aufschnitt, etc.) nehmen wir den letzten Teil unserer Reise in Angriff.

Wohlbehalten sind Scooby, ich und unsere Menschen wieder zu Hause angelangt.

Und sogar das Wetter spielt mit. Es regnet erst wieder, nachdem ms unseren Koffer und das restliche Gepäck ausgeladen und Scooby in der Garage abgestellt hat. Was will man mehr, hi hi.

 

 

Jetzt muss ich meine Erlebnisse nur noch all den anderen Plüschis erzählen. Das wird wieder mal eine lange Nacht, heute.

 

16.05.2016, Bahee